Science at Noon mit dem RAG

Kaspar Gubler

Wissen teilen, spannenden Menschen begegnen und Schnittstellen leben: Im Rahmen von «Science at Noon» diskutieren Akteure aus dem Netzwerk der Akademien der Wissenschaften regelmässig wissenschaftliche und wissenschaftspolitische Themen und geben sich gegenseitig Einblick in laufende und umgesetzte Projekte.

Donnerstag, 28. November 2019

Prof. Dr. Rainer Christoph Schwinges
Dr. Kaspar Gubler
Universität Bern – Historisches Institut, Repertorium Academicum Germanicum (RAG)

«WAS DU NIT WAIßT DAS SOLT DU FRAGEN... »
Einblicke in die Datenanalyse des Repertorium Academicum Germanicum (RAG)

Was haben etwa der Walliser Mediziner Thomas Platter der Ältere und der Berner Ratsherr Thüring Fricker gemeinsam? Beide pflegten ein persönliches Netzwerk mit anderen Gelehrten in ganz Europa. Seit es Universitäten in Europa gibt (Paris und Bologna um 1200), konkurrierten gelehrte mit nicht gelehrten Fachleuten, traf gelehrtes Wissen auf Erfahrungs- und Alltagswissen. Diesen Prozess von Konkurrenz und Austausch zwischen den Wissensträgern und Wissensebenen zu verfolgen, gehört zu den Aufgaben, die sich das Repertorium Academicum Germanicum (RAG) gestellt hat. Die Datenbank des RAG bietet derzeit biographische und wissensbasierte Informationen zu Personen und Verfasserschaften von rund 62’000 Gelehrten aus allen Ländern des ehemaligen römisch-deutschen Reiches (Deutschland, Schweiz, Benelux-Staaten, Österreich- Ungarn, Tschechien, Teilen Frankreichs und Italiens) für den Zeitraum von 1250- 1550. Der Vortrag gibt Einblick in die dynamische Visualisierung von kontextualisierten Biographien, Netzwerken, Kommunikationsräumen etc.

Flyer (PDF)
http://www.akademien-schweiz.ch/index/Aktuell/Science-at-Noon.html

Neueste Blog-Beiträge

Neuerscheinungen im Bereich Universitätsgeschichte

Kaspar Gubler

Das von Kaspar Gubler koordinierte Dossier The Premodern University in Motion. Mobility, Innovation and Conflict in Europe (15th–17th Centuries) ist in der neuesten Ausgabe der von Annamaria Monti und Manuel Ángel Bermejo Castrillo herausgegebenen CIAN-Revista de Historia de las Universidades (Bd. 29/1, 2026) erschienen.
Das Dossier ist als Open Access frei zugänglich: https://e-revistas.uc3m.es/index.php/CIAN/en/issue/view/794/

Es vereint sechs Beiträge, die aus der Atelier Héloïse-Tagung 2024 in Warschau hervorgegangen sind, und widmet sich akademischer Mobilität, Lehrinnovation und urbanem Konflikt an europäischen Universitäten des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit. Thematisch reichen die Beiträge von der Mobilität der Prager Universitätsprofessoren über ungarische Mendikanten in Perugia und ultramontane Studierende in Padua bis hin zu didaktischen Spielen und Rechtstexten bei Thomas Murner, Studierendengraffiti in Bologna und Salamanca sowie venezianischen Botschaftern als Wissensagenten.

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Die Schweiz und die europäischen Universitäten im Mittelalter - Internationale Fachtagung

Kaspar Gubler

Die internationale Fachtagung „Die Schweiz und die europäischen Universitäten im Mittelalter. Grundlagen für die moderne Wissensgesellschaft“ findet am 28. und 29. Mai 2026 an der Universität Bern statt. Im Zentrum stehen akademische Mobilität, gelehrte Netzwerke, Wissenszirkulation und digitale Zugänge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte. Die Beiträge untersuchen die Einbindung des schweizerischen Raums in europäische Universitäts- und Wissensräume und eröffnen neue Perspektiven auf die Grundlagen vormoderner und moderner Wissensgesellschaften.

Organisiert wird die Tagung von Prof. Dr. Christian Hesse und Dr. Kaspar Gubler, Universität Bern, im Rahmen des Forschungsprojekts Repertorium Academicum (REPAC).[....]

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Neuerscheinungen im Bereich Universitätsgeschichte

Kaspar Gubler

Johannes Seidl (unter Mitarbeit von Angelika Ende, Elisabeth Tuisl (†) und Martin Georg Enne): Wiener Professoren des 15. Jahrhunderts. Eine Prosopographie der im 3. Band der Acta Facultatis Artium Universitatis Vindobonensis (1447/48 bis 1472/73) wirkenden Artistenmagister, Koblenz, Cardamina Verlag 2026.

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